Aktuelles I SpieckerDietz Bestattung & Begleitung

Aktuelles

Erfahren Sie, was uns bewegt: Neuigkeiten, Projekte und Einblicke direkt aus unserem Alltag.

Grievy - Unterstützung und Begleitung in schweren Zeiten

Für die stillen Momente, in denen die Trauer laut ist. 

Das mit der Trauer ist so unglaublich schwierig. Mal geht es tagelang gut und dann haut sie einen aus den Socken – aus dem Nichts. Und so kann es lange gehen. Wirklich lange. 

Als Ihr Bestattungshaus liegt uns Ihr Wohlbefinden am Herzen. Deshalb bieten wir in Zusammenarbeit mit Grievy eine besondere Form der weiteren Begleitung an und ergänzen unser Angebot mit einer ganz besonderen App: grievy.

Alle Menschen, um deren Verstorbene wir uns kümmern, dürfen grievy kostenfrei nutzen. 

In der App findet man kleine Hilfestellungen für schwierige Alltagsmomente, Videokurse, Podcasts für schlaflose Nächte und außerdem auch Kontakt zu TrauerbegleiterInnen, wenn es manchmal doch ein Telefonat sein soll. Grievy können Sie ganz einfach im Browser nutzen, wie eine Website.

Natürlich können Sie die Grievy-App auch auf Ihrem Smartphone installieren und gerne im Apple App-Store oder im Google-Play-Store kostenlos herunterladen!

IHR KOSTENFREIER ZUGANG FÜR DIE GRIEVY APP: SPIECKERDIETZ4239

Was Sie erwartet:

  1. SOS-Hilfe für überwältigende Momente
  2. Trauerpost für eine wöchentliche Portion Halt
  3. 150+ sanfte Wege durch die Trauer
  4. WhatsApp Community und Austausch mit Menschen, die verstehen

 


 

Friedhof oder Stadtpark?

Auf den Friedhof? Wer lässt sich denn heute noch dort bestatten? Ein Grab macht doch viel zu viel Arbeit, ist teuer und irgendwie nicht mehr zeitgemäß. Ist die klassische Friedshofsbeisetzung im Sarg oder in der Urne ein Auslaufmodell? Jedenfalls lässt sich nicht übersehen, dass alternative Bestattungsformen, etwa im Wald oder auf See, zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Friedhöfe erfüllen jedoch noch weitere Funktionen. Selbstverständlich sind sie Orte der Begegnung mit unersetzlichen und geliebten Verstorbenen – aber sie sind noch viel mehr. Gerade, wenn im August die Hitze über den Städten flimmert, suchen viele Menschen schattige Rückzugsorte. Diese finden sie oft dort, wo man es zuletzt vermutet: auf dem Friedhof. Genau das rückt eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ins Licht. Unter dem Titel „Friedhöfe in Deutschland” zeigt sie, wie sich Deutschlands Friedhofslandschaft wandelt: von reinen Trauerorten hin zu vielseitigen grünen Rückzugsräumen mitten in der Stadt.

Die Botschaft der Studie ist deutlich: Friedhöfe sind längst mehr als Ruhestätten. Sie reagieren auf den gesellschaftlichen Wandel und veränderte Bestattungswünsche. Gleichzeitig erfüllen sie ein wachsendes Bedürfnis nach Ruhe, Natur und Abkühlung im städtischen Raum.

Zwei Drittel aller deutschen Friedhöfe liegen in kommunaler Hand, etwa ein Drittel wird kirchlich verwaltet. Gerade jetzt, wenn Beton und Asphalt die Hitze speichern, gewinnt ein Trend an Bedeutung: Immer mehr Kommunen gestalten ihre Friedhöfe ökologisch um – mit zusätzlichen Bäumen und naturnahen Flächen für mehr Biodiversität. So werden aus Orten des Gedenkens zugleich Räume der Naherholung, der Umweltbildung und des Lebens.

Bildnachweis: Adobe Stock #83929944 von Blende8


 

Trauer bei 35 Grad ... Muss es immer schwarz sein?

Die Sonne steht am Himmel, Kinder toben im Freibad und die Erwachsenen planen den alljährlichen Urlaub: Der Sommer ist da und Natur und Menschen ächzen unter hohen Temperaturen. Gestorben wird trotzdem und die Trauergäste stehen vor der Herausforderung, sich angemessen zu kleiden. „Bei diesem Wetter einen schwarzen Anzug anziehen und auch noch eine Krawatte umbinden?“ Diese Überlegung treibt vielen Hinterbliebenen zusätzlichen Schweiß auf die Stirn.

Allerdings: In Stein gemeißelt sind die Kleidungsvorschriften für Trauergäste schon lange nicht mehr. In anderen Kulturen ist Schwarz ohnehin nicht die Farbe der Trauer. In Afrika beispielsweise ist vielerorts Weiß die Farbe der traditionellen Trauerkleidung.

Wichtiger als das schwarze Outfit ist es, die Kleidung dem Anlass entsprechend zu wählen. Das bedeutet, sich zurückhaltend anzuziehen, auf grelle Farbtöne, glitzernde Accessoires oder tiefe Ausschnitte zu verzichten. Erkennbare Freizeitkleidung wie das Band-T-Shirt, Shorts oder Flip-Flops ist ebenso dem Anlass nicht angemessen.

Bei einer Trauerfeier steht der oder die Verstorbene ein letztes Mal im Mittelpunkt. Deshalb ist es eine Frage des Respekts, sich als Trauergast zurückzuhalten. Im Rahmen dieser Vorgabe können Trauergäste heute weitgehend frei entscheiden – ganz besonders, wenn eine Hitzewelle die Kleiderwahl erschwert.

Wer dafür Sorge tragen möchte, dass bei der eigenen Beisetzung keine Trauergäste vom Hitzschlag getroffen werden, kann die Aufhebung des Dresscodes im Voraus verfügen. Diese Entscheidung lässt sich auch beim Bestattungsunternehmen hinterlegen. Hier erhalten Sie die Möglichkeit, alle Aspekte des eigenen Abschieds festzulegen: vom Outfit der Gäste bis zum Modell von Sarg oder Urne. Ein Besuch lohnt sich also in Ihrem eigenen Sinne und dem Ihrer Familie.

Foto: Adobe Stock #296918091 von kittyfly

 


 

Man muss nie verzweifeln

Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht,
ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.

Was abfallen muss, fällt ab;
was zu uns gehört, bleibt bei uns,
denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
die größer als unsere Einsicht sind
und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen.

Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken,
an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte,
dem gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.

Rainer Maria Rilke

Bildnachweis: Adobe Stock #1074848806 von Cristina Conti

 


 

Sommergefühle mal anders

Sommer – Sonne – gute Laune: Alles steht in Blüte, die Abende sind lang und das Licht fällt strahlend durch die Bäume. Und dennoch können sich dunkle Gedanken in die sommerliche Leichtigkeit mischen. Gerade in den schönsten Momenten gibt es Situationen, in denen ein Mensch fehlt.

Trauer folgt keinem Kalender. Sie schiebt sich zwischen die Dinge des Alltags – unerwartet, ohne Ankündigung, manchmal Jahre nach dem eigentlichen Verlust. Was bleibt, wenn jemand geht, lässt sich nicht in Worte fassen. Aber vieles lässt sich gestalten: der Abschied selbst, der Rahmen, den wir ihm geben, und das, was danach geregelt werden muss, damit Hinterbliebene Schritt für Schritt in ein Leben zurückfinden, das mehr von Erinnerung als von Schmerz geprägt ist.

Jeder Abschied hat zwei Seiten. Die eine ist still und umfasst Gefühle, die belasten und Zeit brauchen, um verarbeitet zu werden. Die andere ist praktisch und oft unterschätzt, denn die organisatorischen Aufgaben können Angehörige zusätzlich fordern. Dieser Situation lässt sich entgegenwirken, etwa mit einem Testament, das Klarheit schafft statt Streit, oder mit einer Vorsorgevollmacht, die Angehörige handlungsfähig hält.

Wer sich frühzeitig damit befasst, trifft Entscheidungen in Ruhe statt unter Druck. Das ist kein morbider Gedanke, sondern ein nüchterner. Wer vorsorgt, entlastet die Menschen, die zurückbleiben. Und wer über Beerdigung und Abschied nachdenkt, solange noch Zeit ist, gibt dem eigenen Leben eine Kontur – und dem Ende eine Form, die zu einem passt.

Zwischen dem Hochsommer draußen und diesem Thema hier liegt kein Widerspruch. Der Sommer erinnert uns daran, was kostbar ist — gerade, weil er in seiner Endlichkeit auch ein Spiegelbild unseres Lebens ist.

Bildnachweis: Adobe Stock #206322277 von makistock

 


 

Keine Zeit für grüne Bananen

„Was soll das denn bedeuten?“, fragt man sich, wenn man diese Redewendung zum ersten Mal hört.

Eigentlich ganz einfach – und doch versteckt sich hier eine enorm wichtige Botschaft für das eigene Leben.

Grüne Bananen brauchen Zeit. Wer keine Zeit für grüne Bananen hat, wartet eben nicht, bis sie irgendwann reif sind – verschiebt also das Leben nicht auf später. Manche verbringen Jahre damit, auf ein Morgen zu hoffen, das ihren Vorstellungen entspricht, während das Leben doch längst läuft und in jedem Moment stattfindet. Wir sollten uns öfter mal fragen: Worauf warte ich eigentlich? Auf den richtigen Zeitpunkt? Auf mehr Sicherheit? Auf bessere Umstände?

Das Leben ist kein unbegrenzter Vorrat. Und diese Erkenntnis sollte uns wachrütteln. Sie fordert uns auf, mutiger zu entscheiden, ehrlicher zu lieben, Versöhnung nicht aufzuschieben und den Dingen Raum zu geben, die wirklich wichtig sind. Nicht erst irgendwann glücklich zu sein. Nicht erst irgendwann Zeit für Familie, Freunde oder Herzenswünsche zu finden. Nicht erst irgendwann den ersten Schritt zu wagen.

„Keine Zeit für grüne Bananen“ erinnert uns jeden Tag daran, unser Leben jetzt zu leben!

Bildnachweis: Adobe Stock #1255802087 von Resni AI

 


 

So sein lassen - oder was können wir kontrollieren?

Da sind Blattläuse auf Ihrer Lieblingspflanze im Garten? Das darf ja wohl nicht wahr sein! Gleich gegoogelt, was nun als Bestes zu tun sei, und dann mit der Schmierseifenlösung in der Sprühflasche raus, um den Läusen den Garaus zu machen.

Kennen Sie das? Wir Menschen denken, wir hätten alles unter Kontrolle und könnten die Ereignisse um uns herum steuern oder regulieren. Sogar bei solch ganz natürlichen Vorgängen mischen wir uns ein: mit Schmierseife oder heftigen Pflanzenschutzmitteln. Dabei reguliert sich vieles in der Natur ganz von selbst. Vermutlich hat schon am nächsten Morgen die Blaumeise die Läuse gefressen oder der Marienkäfer. Die Pflanze berappelt sich wieder, ihre Abwehrkräfte wurden sogar durch den Befall gestärkt – so wie bei uns nach einem Schnupfen. Und das alles ganz ohne Schmierseife.

Im Laufe unseres Lebens lernen wir nach und nach, dass wir die meisten Geschehnisse um uns herum nicht beeinflussen können oder unter Kontrolle haben – schon gar nicht die Natur! Wenn wir versuchen, das zu akzeptieren, können wir uns im „so sein lassen“ üben. Vielleicht machen wir dann die Erfahrung, dass es guttut, manchen Dingen einfach ihren Lauf zu lassen. Auch der Laus. Das Gras wächst, der Vogel fliegt, die Sonne geht wieder auf – das meiste auf diesem Planeten geschieht ohne unser Zutun.

Bildnachweis: Adobe Stock #1999299613 von photoplotnikov

 


 

Abschied unter freiem Himmel

Der Sommer ist da. Überall zeigt sich das Leben von seiner buntesten, blühendsten und kräftigsten Seite. Es ist die Jahreszeit, in der man am wenigsten an den Tod denkt – und vielleicht genau deshalb die richtige, um darüber nachzudenken, wie und wo man eines Tages die ewige Ruhe finden möchte.

Immer mehr Menschen in Deutschland wünschen sich einen Abschied, der zur Natur gehört. Keine Grabstelle aus Granit, kein kahler Friedhof im November. Stattdessen: ein Baum, unter dessen Wurzeln die Asche ruht, oder eine Wiese, auf der man Teil des natürlichen Kreislaufs wird.

Es mag der folgerichtige Abschluss eines Lebens sein, das von der Sorge um die Natur und dem Streben nach Nachhaltigkeit geprägt war. Die Integrationskraft der Kirchen hat nachgelassen, stattdessen sind andere Werte für viele Menschen bestimmend geworden. Das Verantwortungsgefühl für unsere Umwelt und wie wir sie den nächsten Generationen hinterlassen, ist für viele in den Mittelpunkt gerückt. Der Gedanke, nach dem Tod etwas wachsen zu lassen, spendet vielen Trost. Dann ist vielleicht eine Baumbestattung der richtige Weg – in einem Wald, nicht weit von ihrem Zuhause.

Dieses Gefühl teilen viele. Rund 66 Prozent aller Verstorbenen in Deutschland werden heute eingeäschert – vor 25 Jahren war es noch ein Drittel. Die Urnenbestattung hat die klassische Beisetzung im Sarg abgelöst, und mit ihr wächst der Wunsch nach Alternativen jenseits des klassischen Friedhofs. Die Nachfrage nach Waldbestattungen, Wiesenbeisetzungen und Seebestattungen steigt und die Gesetzgebung zieht langsam nach. Einzelne Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Sachsen haben ihre Bestattungsgesetze 2026 modernisiert und neue Formen ausdrücklich erlaubt.

Der Sommer lädt ein, draußen zu sein. Vielleicht auch, um einen Wald zu besuchen, der einem gefällt. Und dabei leise zu denken: Hier könnte ich bleiben.

Bildnachweis: Adobe Stock #331269910 von Smileus